Hellions – London – The Old Blue Last – 11.07.18

Hellions, die zwar regelmäßig nach UK kommen, – das letzte Mal ist allerdings auch schon über eineinhalb Jahre her, lassen sich bei uns eher weniger blicken.
Das letzte Mal waren sie wahrscheinlich als Support von Northlane vor mehr als drei Jahren hier. – Um sie endlich und sogar als Headliner nach dem Release von Opera Oblivia und der Single vom kommenden Album X (Mwah) live zu sehen, blieb nur eins: Auf nach UK. Genauer: London.
Nach dem Orientieren im The Old Blue Last in der Nähe der Old Street war auch klar warum man sie hier quasi gar nicht zu sehen bekommt:
Das Konzert fand in der oberen Etage statt und der kleine Raum füllte sich kurz nach der Vorband Chapter and Verse mit insgesamt nur maximal knapp 50 Leuten.
War etwas überrascht und zugleich auch etwas enttäuscht, da diese Band seit Opera Oblivia soviel mehr Zuspruch verdient hat.
Der Band und besonders Dre Faivre merkte man davon nichts an: Vor dem ersten Song nahm er einfach den Mikroständer samt Mirko und stellte sich damit vor der Bühne auf und dann begann das wohl intensivste Konzert, was die Nähe zum Sänger betrifft, welches ich vermutlich jemals erleben werde.

Hellions London The Old Blue Last
Abgesehen vom letzten Song X(Mwah) bei der er wieder auf die Bühne ging, stand, lief und sprang er zusammen in, mit, zwischen dem Kreis rum, der sich vor ihm angesammelt hat. Unglaublich. Ich habe ~leider kein/e Bild/er gemacht, das/die in irgendeiner Form einen oder mehrere repräsentative Momente wiedergeben könnten. Zwischen verhaltenden Zuhörern die mit Respekt und Abstand vor ihm standen, bis hin zu einem mit und ohne ihm ins Mikro schreienden Pulk, kurzen Circle Pit bei „Hellions“ und einem gemeinsam Arm-in-Arm-springen war einfach alles dabei.
Dadurch, dass es Hellions und nicht irgendeine andere Band mit ihren Songs waren, – sondern quasi Existentialismus in seiner ~reinsten Form, fehlen mir echt die Worte und am Ende bleibt ein Gefühl übelst tollen Abend mit einer ~Familie erlebt zu haben:
Während bspw. man bei BAAO irgendwie für sich in seiner Welt bleibt, ist man hier direkt Teil eines großen Ganzen, dass nicht erst später realisiert, dass man auch bei bspw. BAAO Teil eines großen Ganzen ist. Das liegt mit Sicherheit auch sehr an den Songs selbst, die sehr oft von einem „we“ sprechen und einen in die Suche und Abgrenzung von sich und der Welt einbezieht und einschließt.

We are born and raised as cattle to be the same
But we are not the same, we have to change
And if we don’t, we’ll suffocate
Won’t we?
You’re not angry cause you’re not listening
We are not the same, we have to change
And if we don’t, we’ll suffocate
Don’t wait
Hellions – 24 –

Hellions The Old Blue Last London

 

So bleibt neben mir neben der Setlist:

Quality Of Life
24
Nightliner Rapsody
Lotus Eater
He Without Sin
Hellions
*neuer noch nie live gespielter Song – Titel unbekannt*
Thresher
25
X (Mah)

(mir fehlte nur „Bad Way“ :/ )

…eigentlich nur der Band und allen um mich herum für ein übelst tolles Konzert zu bedanken:

The truth is – we’re all scared, we’re all unprepared
but together we stand – look to your right, to your left and breathe
(Still here with me, still here with me, still here with me)  – You’re still here with me Hellions – 25 –

Hellions

 

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